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12.3.05

Franz Kafka: Amerika.

Als 36. Band der Reihe SZ-Bibliothek ist ein Band erschienen, der möglicherweise zu einem Bestseller dieser Reihe wird: "Amerika" von Franz Kafka. Der 16-jährige Karl Roßmann wird von seinen Eltern nach New York geschickt, weil ihn ein Dienstmädchen verführte und ein Kind von ihm bekam. Er versucht, sich in der Zivilisation der "Neuen Welt" zu behaupten. Unter anderem jobt er als Liftboy im Hotel Occidental (5. Kapitel des Romans).

Es handelt sich um einen weniger bekannten Roman von Franz Kafka. Im Vergleich etwa zu "Der Prozeß" ist er leicht zu lesen. Das erste Kapitel des Romans, der von Franz Kafka "Der Verschollene" betitel worden ist, erschien als "Der Heizer" bereits 1913, also nachdem er wegen seiner Lungenkrankheit ein Sanatorium besucht hatte. Der Roman selbst wurde erst 1925, nach dem Tode Franz Kafkas, von Max Brod als "Amerika" veröffentlicht.

Franz Kafka ist nie in Amerika gewesen, aber er hat sich schon als Jugendlicher für Amerika interessiert, motiviert durch einen Onkel, der in New York lebte und ihm Briefe und Postkarten geschickt hat. Sein Roman beschreibt weniger die wirklichen Verhältnisse in New York als die eher naiven Vorstellungen und Träume von leidlich informierten, gebildeten Europäern um die Zeit des 1. Weltkriegs, konkret eines promovierten Juristen, der sich als Sachbearbeiter mit langweiliger Arbeit bei der "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt" für das Königreich Böhmen seinen Lebensunterhalt verdienen muß und nebenbei von Freiheit und Abenteuern träumt, die er aber als ein von Krankheit geschwächter Mensch nicht ausleben kann.

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