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25.9.04

Purple Cow.

Die im Februar 2004 erschienene Übersetzung des juengsten Bestsellers von Seth Godin, dem "Erfinder" des Permission Marketing mit dem Titel "Purple Cow" bietet Tipps, wie man seine Kunden überraschen und erfreuen und sie zu "Verkäufern" machen kann. Mit einem originellen Namen oder schicken Werbepostern ist es heute nicht mehr getan, wenn man seine Produkte oder Dienstleistungen bekannt machen will. Man hat nur noch eine Chance, wenn sie so bemerkenswert sind, dass die Verbraucher selbst Werbung dafür machen.

Seth Godin zeigt, warum die immer noch in vielen Marketinglehrbüchern wiedergekauten, traditionellen "Ps des Marketing" - Produkt, Preisgestaltung, Promotion, Positionierung, Publicity, Präsentation, Permission - heute nicht mehr ausreichen. Sein Buch handelt von der "Lila Kuh" (womit nicht die Werbung für die Schokoladenmarke Milka gemeint ist). Purple Cow ist eine Metapher für das Besondere und Bemerkenswerte eines Produkts, über das geredet wird, das beachtet wird, außergewöhnlich ist, neu und interessant. Während im traditionellen Marketing versucht wird, ein fast fertiges Produkt der Zielgruppe mit hohem Werbeaufwand schmackhaft zu machen, versteht Godin unter Purple Cow bzw. bemerkenswertem Marketing etwas gänzlich anderes: die Kunst, Produkte und Dienstleistungen von vorneherein so bemerkenswert zu gestalten, dass sie sich wie von selbst herumsprechen. Es gilt dabei, dafür zu sorgen, daß die Mundpropaganda funktioniert.

Die Website zum Buch.

Wie kann man Gäste so überraschen, daß sie über den besonderen Service begeistert sind und mit anderen darüber sprechen? Ein Beispiel, das nicht im Buch steht, sondern von Krista Melton, einer Managerin von Champps Restaurant and Bar, stammt (via Rick Hendrie's Newsletter Ausgabe Nr. 61 vom 25. August 2004 von LinkincMethodMarketing.com): Wenn ein Gast sich begeistert über ein Produkt zeigt, etwa eine Salatsauce, füllen Sie ihm eine Probe davon ab und schenken Sie sie ihm, damit er sie mit nach Hause nehmen, dort noch einmal probieren und seinen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten zum Kosten geben kann. Kleben Sie ein handgeschriebenes Etikett darauf mit der Bezeichnung, dem Namen Ihres Restaurants und dem Datum des Besuchs. Sowas läßt sich zwar in der Hitze des Alltagsgeschäft schlecht improvisieren, aber man kann ja zumindest schon mal Verpackungsmaterial vorbereiten und Probierflaschen bereitstellen. Und vielleicht spricht sich die Qualität Ihrer Salatsaucen so herum, daß Sie daran denken können, Sie zu verkaufen.