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8.6.04

Event & Marketing 2.

Events gehören mittlerweile in vielen Unternehmen als die wirkungsvollsten Instrumente der Kundenansprache (auch wenn den Ausdruck "Event" dafür viele nicht mehr hören können, weil er für viele wenig attraktive Veranstaltungen mißbaucht wird). Die Gründe für die wachsende Bedeutung von Events sind:

  • die Entwicklung zur Erlebnis- und Freizeitgesellschaft bis hin zu ihren harlekinesken Übertreibungen à la Klaus "Sombrero" Wowereit,
  • stagnierende Marketingbudgets
  • der Einzug von Kosteneffizienzüberlegungen in den Etatplanungen.
In dem Buch "Event & Marketing 2", herausgegeben von Michael Hosang, vermitteln 22 Autoren aus den verschiedensten Aufgabenbereichen Praxis-Know-How zu den wichtigen Themen des Eventmarketings. Ausgehend von den Megatrends im Live-Marketing über die strategische Planung und Konzeption bis zur Messbarkeit und Erfolgskontrolle von Events beleuchten die Beiträge aller wesentlichen Aspekte, die in der täglichen Praxis zu beachten sind. Neben anschaulichen Fallbeispielen werden in einem Catering-Special die besonderen Anforderungen an das Eventcatering aus der Sicht von Praktikern dargestellt. Branchenporträts ergänzen das Informationsangebot.

Auf drei Beiträge im Catering-Special möchte ich, genauer eingehen, da dieses Kapitel für Gastronomen besonders interessant sein dürfte:
  • Ullrich W. Eckert, Geschäftsstellenfeldleiter und Vice President des Lufthansa Party Service, beklagt in seinem Beitrag "Viel mehr als Essen und Trinken - Kommunikation durch Eventcatering", daß das Catering oft erst im letzten Drittel der Konzeptionsphase einbezogen wird, wenn die meisten Parameter schon feststünden. So könnten seine Kreativität nicht voll ausgeschöpft werden. Und auch auf der Kostenseite mache sich die späte Einbindung oft schmerzhaft bemerkbar. Er stellt einen Trend zum flexiblen Service fest, weg von der starren Abfolge eines Menüservices. Der Lufthansa Party Service trage diesem Trend durch sein "Flying Buffet" Rechnung, das eine individuelle Anrichteweise für jeden Gast vorsieht. Die gestiegenen Anforderungen an Locations (Anfahrstwege, Aufzüge, Größe der Backstage-Räume, Stromversorgung) würden viele Betreiber immer noch außer Acht lassen. Als positives Beispiel einer multifunktionalen Eventlocation nennt er das "Hofgut von Hünersdorff" in Wörth am Main.
  • Dirk Lamken, Gastronomie- und Küchenleiter bei Dallmayr Catering, München, gibt in seinem Beitrag "Event-Catering: Pure Vielfalt - Buffet, Menü oder Flying Buffet?" eine Reihe praktischer Tipps für Caterer. Sie sollten grundsätzlich alle Leistungen in Einzelpositionen pro Leistungseinheit ausweisen. Fixpauschalen mit versteckten Leistungen (wie Mitarbeiterstunden, Auf- und Abbau, Licht und Tontechnik) sollten nur im Einzelfall vereinbart werden. Der Kostenkalkulation solle ein detailliertes Briefing zugrunde liegen. Die Zeit, die in ein Detailbriefing investiert werde, rechne sich. Ein Formular für Daten einer Catering-Anfrage, wie es bei Dallmayr verwendet wird, ist abgedruckt. Als Richtwerte nennt er für ein Menü zwischen 120 bis 180 Euro netto und für einen Stehempfang zwischen 55 und 90 Euro netto, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer und inklusive Getränke, Personal und Tische und Stühle bzw. Stehtische.
  • In seinem Beitag "Was kann ein Eventcaterer? - Der Eventcaterer las Partner der Eventagentur" geht Georg W. Broich, Geschäftsführer der Karl Broich GmbH in Düsseldorf, einem Mitglied der Leading Event Caterer Association, auf die Zusammenarbeit bzw. Aufgabenabgrenzung von Eventcaterer und Eventagentur ein. Er empfiehlt, sich zu spezialisieren und mit anderen Spezialisten zusammenzuarbeiten. Auch er legt Wert auf die Feststellung, daß Caterer möglichst frühzeitig in die Planung einbezogen werden sollten.

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